Sandra Gehrke, Restaurantleitung Marburger Esszimmer

Von Süd über Nord zu uns in die VILA VITA Marburg

Ein ganzes Jahr ist Sandra Gehrke, Restaurantleiterin des Marburger Esszimmers, nun schon Teil der VILA VITA Marburg. Grund genug, um einmal nachzuhorchen, wie die quirlige und freundliche Service-Chefin ihren Weg zu uns gefunden und wie sie sich bei uns eingelebt hat.

Liebe Sandra, fangen wir einmal damit an wie alles begann: Wie hat es dich zum den wundervollen Beruf der Gastronomin verschlagen? War das schon immer dein Berufswunsch?

Ursprünglich wollte ich einmal Dolmetscherin werden. Während meines Abiturs und Studiums habe ich jedoch immer nebenbei erst in einem Café und dann in einem Fischrestaurant gejobbt und dabei einfach mein Herz an die Gastronomie verloren. Als ich dann tatsächlich öfter im Restaurant als im Hörsaal war, habe ich endgültig beschlossen einfach genau das zu verfolgen und auf die Füße zu stellen was mir wirklich Spaß macht. Das war dann der Start für meine Ausbildung zur Hotelfachfrau und seitdem bin ich sehr sehr glücklich in meinem Beruf. 

Was hast du eigentlich gemacht bevor du zu uns nach Marburg und ins Esszimmer gekommen bist? 

Vor meinem Start im Marburger Esszimmer war ich auf Sylt im Strönholt. Das ist ganz an der Südspitze der Insel und Deutschlands erster und einziger Linkskurs (Golfplatz direkt an der Küste). Dort habe ich das Restaurant geleitet. Dann hat sich irgendwann ein ehemaliger Arbeitskollege bei mir gemeldet, der bei der VILA VITA Marburg tätig war – und auch immer noch ist. Der hat so geschwärmt… - das musste ich mir dann einfach ansehen. Dass mein Platz dann im Marburger Esszimmer sein wird, hat sich dann aus den Gesprächen mit unserem Geschäftsführer Michael Hamann herausgestellt. Es hat einfach alles sehr gut gepasst. 

Gab es da etwas Bestimmtes was dich überzeugt hat die Position als Leitung in dem Marburger Restaurant zu übernehmen? 

Auf jeden Fall! Die Kombination aus Sushi und asiatischer Küche sowie guter deutscher Traditionsküche fand ich von Anfang an spannend. Alt, neu, modern, traditionell und dazu kommen Werte wie Ehrlichkeit, Herzlichkeit und Einfachheit die sowohl von der Küche als auch vom Service geteilt und gelebt werden. Hier ist nur Platz für gutes Essen und für Wärme, die von Herzen kommt. 

Das klingt wirklich stimmig. Bestimmt ihr dann auch gemeinsam was bei euren Gästen auf dem Tisch kommt?

Was kulinarisch bei uns aufgetischt wird, legt unser Küchenchef Bernd Siener fest. Von ihm stammen die Konzepte. Von mir fließen jedoch sehr viele Anregungen und natürlich Feedback mit ein, denn man kann mich ja schon auch als Sprachrohr der Gäste bezeichnen. Und deren Wünsche trage ich dann selbstverständlich auch an unsere Küche heran.

Bestimmt kommst du sehr häufig in den Genuss der leckeren Speisen aus der Küche. Gibt es für dich ein spezielles Lieblingsessen im Esszimmer?

Ich liebe wirklich alles was unsere Küche kredenzt. Deswegen mag ich unsere monatlich wechselne Mittagskarte auch so sehr. Jeden Tag kann man hier zwischen zwei Gerichten wählen. Das macht unsere Karte wirklich abwechslungsreich und das kommt auch bei unseren Gästen sehr gut an. 

Was kam dir eigentlich in den Kopf, als du das Esszimmer das erste Mal betreten hast? Sind dir da vielleicht schon direkt irgendwelche Ideen in den Sinn gekommen, die du auch bereits umsetzen konntest? 

Auf den ersten Blick war ich in die tolle Einrichtung und das Lichtkonzept verliebt. Es gibt viele gemütliche Ecktische für die Gäste und auch der Kamin trägt zu einer insgesamt sehr warmen Atmosphäre bei. Was ich neu eingeführt habe sind die jeden Monat wechselnden Aperitifs und auch der Spirituosenwagen sowie die Weinkarte tragen meine Handschrift.

Wie würdest du eure Arbeit im Team beschreiben?

Das ist ganz einfach: Ein Kopf, viel Herz und noch mehr Leidenschaft. Wir arbeiten nicht nur miteinander sondern auch füreinander und können unser Potenzial so voll ausschöpfen. 

Gibt es bei euch ein Geheimrezept für so viel gute Laune?

Die Arbeit in einem gut funktionierenden Team spielt sicherlich eine große Rolle. Aber generell freue ich mich einfach jeden Morgen auf den kommenden Tag und auf die Menschen, die ihn begleiten. Auch negative Gedanken kann man positiv formulieren! Mehr ist es nicht.  Die Arbeitszeiten in der Gastronomie spielen mir da übrigens auch in die Karten: Ich bin eine absolute Nachteule und laufe erst ab nachmittags und bis spät abends zur Höchstform auf. 

Abschließend interessiert noch eines: Wo genau sind deine Wurzeln? Und seit wann lebst du in Marburg? Wir hoffen du fühlst dich wohl und hast dich sehr gut eingelebt?

Wo ich herkomme… das ist gar nicht so eindeutig zu sagen. Geboren bin ich im Allgäu ganz im Süden. Zuletzt habe ich auf Sylt – also ganz im Norden – gelebt und gearbeitet. Seit meiner Kindheit bin ich mit meiner Familie circa alle fünf Jahre im Zickzack quer durch Deutschland gezogen. Somit bin ich mir sicher, dass ganz Deutschland mich geprägt hat. Aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass mein Herz im Takt des Ruhrpotts schlägt. Dies ist auch die Heimat meiner Eltern und dort fühle ich mich irgendwie Zuhause. In Marburg bin ich jetzt seit meiner Funktion im Esszimmer, also seit fast genau einem Jahr. Und ich muss sagen: Ich liebe die Stadt! Ich bin der größte Märchenfan seit Walt Disney und den Gebrüdern Grimm. Ich habe alle Sagen, Fabeln und Märchen aus allen Ländern in vielen Varianten und Übersetzungen gelesen oder als Film gesehen. Das hat es mir definitiv sehr leicht gemacht mich im märchenhaften Marburg wohlzufühlen.    


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